Übung

Kesselexplosion

Am Samstag, den 19.05.2007 wurde die SEG des Kreises Steinburg um 07:28 Uhr zu einem Einsatz gerufen. Folgende Meldung wurde bei der Alamierung von der zuständigen Rettungsleitatelle gennant:" Einsatz für die SEG Steinburg, fahren Sie Unterkunft des Katastrophenschutzen an, und stellen sie Einsatzbereitschaft her."

Nachdem die SEG Glückstadt (in der Ich unteranderem Aktiv bin) die Fahrzeuge besetzt hatte (Den Sprinter, und den Opel), fuhren wir ohne Sonderrechte in die Kreisunterkunft des Katastrophenschutzes. Dort angekommen erhielten wir die Order von der "Kater Steinburg XX" (Den volständigen Funkrufnamen werde ich aus Datenschutzgründen nicht nennen) einen Parkplatz in der nähe eines großes Industrieunternehmens anzufahren, und dort auf weitere Order zu warten. Nach dem Eintreffen an dem Parkplatz (wir fuhren mit Sonderrechten), sollten wir zudem eben genannten Unternehmen weiter fahren um dort die Kameraden der SEG Itzehoe zu unterstützen.
Vor Ort hatten wir zu beginn die Aufgabe einen HVP (Haupt Verbandsplatz) einzurichten. Jedoch konnten wir den Kameraden nur kurzzeitig helfen da wir nach kurzer Zeit einen neuen Einsatz erhalten haben. Auf dem Gelände des Unternehmens war ein PKW in Brand geraten. Unsere Aufgabe bestand aus einer Bereitstellung, d.h. das wir zum Einsatzort fuhren, und dort die Feuerwehr absicherten, da diese Atemschutz trugen, welches für den Körper eine massive anstrengung darstellt. Bei unseren Eintreffen am neuen Einsatzort fanden wir einen Kameraden der Feuerwehr bewusstlos am Boden liegen. Nach Ansprechen und setzen des Schmerzreizes [siehe "Fachchinesisch"] reagierte dieser nicht. Er Reagierte auch nicht auf die frage ob er Mimt (die Situation spielt) oder ob es sich um einen Realfall handele. Daraufhin wurde ein Rettungswagen geordert, welcher aber sofort wieder abbestellt wurde, weil der Kamerad unerwartet die Augen öffnete und erklärte das er Mimen würde.

Nachdem der Kamerad in den KTW eingeladen wurde fuhren wir zur hiesigen Feuerwache um diesen aussteigen zu lassen, anschließend gab es Frühstück. Gegen 10 Uhr erfolgte ein Zweiter Einsatz für die SEG Steinburg. Einsatzort war wieder das Industrielle Unternehmen. Der HVP war noch vollständig eingerichtet, so das die es kaum Vorlauf-, und Anfahrtszeit ["Fachchinesisch] gab. Laut Einsatzmeldung hat ein Kesselwagon der DB auf dem Gelände Leck geschlagen. Bei ersten untersuchungen der austretenden Chemikalie durch das L-ZG (Löschzug Gefahrengut) stellte sich heraus das es sich bei der flüssigkeit um Hochkonzentrierte Schwefelsäure handelt.

Aus diesem Grund wurde der Dekontaminationtrupp der Feuerwehr alarmiert. Zudem wurde die SEG-Glückstadt, sowie eine weitere SEG-komponente an die "Front" geschickt um die Patienten zu sichten und grob zu versorgen, damit diese schnellstmöglich zum HVP gebracht werden können.

Als wir an der "Front" ankamen war keine genaue Lagemeldung vorhanden. Es wurde begonnen die Fahrzeuge für die Transporte umzurüsten, ebenso wurde das Sanitätsmaterial bereitgestellt. Schnell kamen erste Meldungen über 7-8 Verletzte, davon zwei Schwerverletzte.

Die ersten Patienten wurde von dem Rettungstruppen der Feuerwehr schnell aus dem Gefahrenbereich gebracht, jedoch war zu dem Zeitpunkt noch keine Behandlung durch die SEG für die Patienten möglich, da die Patienten noch mit der Säure Kontaminiert waren, und diese vor der Behandlung dekontaminiert werden mussten.

Nach der Dekonatamination wurden die ersten Patienten versorgt, zu den Verletzungen zählten Verätzungen 1-2 Graden, Spießverletzung in der Hand, Gehörsturzt, geschlossene Unterarmbruch sowie Glassplitter im Bein.

In der Zwischenzeit hatte sich die Lagemeldung bezüglich der Anzahl der Verletzten verändert, es waren nun 11 Verletzte, welche schnellstmöglich Versorgt werden mussten.

Gegen 12 Uhr waren sämtliche Patienten versorgt und zum HVP gebracht worden. Die SEG Glückstadt verblieb zur Absicherung der Feuerwehr, welche mit Atemschutz ihre Arbeit verrichtete, am Einsatzort, während die anderen Fahrzeuge zum HVP fuhren um die dortigen EInsatzkräfte zu Unterstützen.

Das Ende der Übung war gegen 13 Uhr.

Ich habe versucht den Text möglichst neutral zu halten, da ich vermeiden möchte, das ich euch mit meiner Persönlichen meinung beeinflusse, oder ein falsches Bild von dem Szenario geben. Normalerweise würde ich euch gerne meine Meinung schreiben, aber würde es diesmal wohl nicht so gut sein, wenn ihr sie trotzdem unbedingt wissen wollt könnt ihr mich anmailen. 

1 Kommentar 19.5.07 22:13, kommentieren